PWA 2017 – Pozo Gran Canaria / Youth competition

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Am 25. Juni gingt es wieder nach Pozo zum ersten PWA Event des Jahres mit einer großen Youth Competition. Zwei Wochen Training und eine Woche Wettkampf standen an.

Ich kam am Sonntag Abend in Pozo an und es war zunächst noch nicht sehr winding. In der Luft war der Wüstenstaub, der von Marokko rüber zu den Kanaren gezogen war. Dieser Wüstenstaub wird auch Calima genannt und ist bei den Windsurfern nicht so beliebt, da er den Wind fern hält.

Als ich dann mein ganzes Gepäck ausgepackt hatte, nahm der Wind gerade zu und ich konnte mir eine kleine Abendsession nicht nehmen lassen. Mit meinem größten Segel, dem 4.7m² Segel, ging es dann aufs Wasser. Nach nur kurzer Zeit hatte der Wind dann sogar ordentlich zugenommen und es war Zeit an Land zu kommen und Essen zu kochen. Die Sonne war da sowieso schon untergegangen. Gewohnt habe ich in der ersten Woche in einer coolen Surfer-WG mit Sarah-Quita Offringa und dem holländischen Speedsurf-Profi Twan Verseput. Sarah-Quita wollte von mir unbedingt lernen, wie man den Zauberwürfel löst.

Am nächsten Morgen war der Wind erstmal wieder schwächer. Ich war gerade beim Frühstücken, da rief mein Kumpel Jake an und meinte, dass ein paar Kilometer nördlich genug Wind sei. Also wurde das ganze Windsurfmaterial ins Auto geladen und auf ging es. Ich habe mich in den Kofferraum zwischen das ganze Surf Equipment gequetscht. Am Spot Ochos war es tatsächlich windig und auch die Wellen waren recht gr0ß. Dort haben wir dann einige coole Stunden auf dem Wasser verbracht.

PWA 2017 - Pozo Gran Canaria / Youth competition - BL by Jose Pina
Backloop GC Pozo 2017, Foto: Thanks to Jose Pina
PWA Gran Canaria Pozo 2017 - TF Foto by John Carter
Tabletop Frontloop GC Pozo 2017 – Foto: John Carter

Die kommenden Tage wurde es immer windiger. Am Ende der ersten Woche gab es unglaubliche Pozo-Bedingungen. Wind ist man dort ja gewohnt, aber die Wellen werden selten größer als 2 Meter. Doch jetzt hatten wir drei Tage mit 4 Meter Wellen und 50 Knoten Wind! Immer mehr Surf-Pros tauchten auf und riggten ihre 3,0er bis 3,5er Segel auf. Da war es gar nicht so schlimm, dass ich wegen einer Erkältung einen Tag aussetzen musste und meinen Idolen bei deren Doppel-Loops zusehen konnte. Bei solchen Winden ist selbst mein kleinstes Segel, ein 3.5m² Segel, viel zu groß.

In der zweiten Woche habe ich ein paar Tage in der coolsten Jugendherberge der Welt gewohnt: Direkt am Spot, nur für Surfer. Unbedingt empfehlenswert! Und danach wurde es richtig groß: Jake und ich haben uns ein eigenes Apartment geteilt. Das war echt cool. Wir konnte super zusammen trainieren und hatten eine tolle Zeit. Oft waren wir mit Robby Swift und Marcilio Brown Pizza essen oder ich habe für Jake und mich Spaghetti Carbonara gekocht.

Am 9. Juli startete dann die PWA Saison 2017 mit dem Gran Canaria World Cup. Doch der Wind war weg, naja also er war nicht mehr so stark wie die beiden Wochen vorher. Das heißt, dass wir die großen Segel wieder aufbauen mussten und die Youth Competition gestartet wurde. In meinem ersten Heat konnte ich mich gegen meine 3 Gegner durchsetzen und war somit direkt im Finale. Auch Jake konnte seinen Heat gewinnen und war somit auch direkt im Finale. So kam es zum ersten direkten Aufeinandertreffen. Ich hatte mir viel vorgenommen, wohl zuviel. Mit dem Finale war ich nicht zufrieden. Jake hingegen hat allen gezeigt, dass er auch mit Wind von links jetzt super ist. Er ist 2ter und ich 4ter geworden.

Der zweite Durchgang ein paar Tage später war super spannend. Ich war wohl eine ganze Zeit lang sicher 2ter, was mir eine Zwischenrunde gebracht hätte, doch dann hat einer meiner Gegner noch einen ziemlich guten Wellenritt in den letzten Sekunden hingelegt. So war ich dann ausgeschieden. Insgesamt bin ich 5ter von 10 in der Gruppe U19 geworden. Dafür dass die anderen alle wie Jake auf Hawaii, Tarifa oder Gran Canaria leben, bin ich super zufrieden mit meinem Ergebnis. Ein paar Wochen später bekam ich eine tolle Belohnung in Form eines sehr motivierenden Beitrags im Surf-Magazin.

Das Allerbeste allerdings war, das ich all die vielen Surfprofis besser kennen lernen durfte.

PWA 2017 - Pozo Gran Canaria / Youth competition
Nordish by Nature – surf Magazin 09/2017 Seite 10

 

 

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