Ich bin noch da!

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Ich hatte meinen Blog ein wenig vernachlässigt. Aber nun geht`s weiter…

Nach meiner ersten Nacht auf Maui ging es dann gleich nach dem Frühstück erst einmal hinter dem Haus Windsurfen. Auf dem Wasser erwartete mich dann leichter Wind und perfekt laufende Wellen. An einem guten Tag (mein erster Tag war ein perfekter Tag) sieht die Welle wie der kleine gespiegelte Bruder von teahupoo aus. Das Wasser vor der Welle ist tiefer als der Meeresspiegel. Ich hatte aber auch schon ein bisschen Angst, da die Inside der Wellen auf ein circa ein Meter falsches Riff bricht. Nach zwei Stunden war dann meine erste Session in masthohen Wellen vorbei.

Die Wal-Saison hatte gerade angefangen und wir sind mit einem privaten Katamaran rausgefahren. Wir waren ca 20 Meter von den Walen entfernt. Der eine ist sogar vor unserem Boot komplett aus dem Wasser gesprungen. Wir sind mit ihnen baden gegangen und konnten sie unter Wasser hören.
Ich habe hier auch ziemlich schnell Jake und Max Schettewi kennengelernt. Sie sind auch Hot Sails Maui Teamfahrer und wohnen in der selben Straße wie ich. Nach einigen Tagen kam dann eine Nachricht von Jake: „Hast du Lust mit uns auf die Westseite zu kommen? Die Bedingungen sollen ganz gut sein.“ Natürlich hatte ich Lust. Der Wind war wieder leicht und die Wellen kopfhoch aber sehr sauber. Die einzige Sache, die mir über den Spot gesagt wurde war, dass das Riff bei Ebbe sehr flach sei. Ich habe an diesem Tag gelernt das man hier ein Riff erst dann flach nennt wenn es nur 20 cm tief ist.

Leider habe ich mir an dem Tag auch ein bisschen den Fuß verletzt und somit die einzigen windigen Tage in meinem ersten Monat verpasst, da wir dann erst mal 3 Wochen kein Wind hatten. Aber auch in diesen drei Wochen wurde mir nicht langweilig. Nachmittags ging es mit Max und Jake entweder zum Wellenreiten oder hoch auf den Berg auf die Downhill Fahrrad Strecke. Auch am Wochenende konnte ich mich nicht ausruhen, da ich meist früh aufgestanden bin, um noch vor dem Frühstück nach Hookipa zum Wellenreiten zu fahren. Danach ging es wieder auf den Berg zum Fahrradfahrern und nochmal zurück zum Wellenreiten nach Hookipa.

Kein Wunder, dass ich mich überanstrengt und mich erst einmal mit einer ordentlichen Erkältung für ne Woche ins Bett gelegt habe. Blöd nur, dass genau in dieser Woche der Wind kam.

Ein paar Wochen später ging es dann das erste Mal zum Windsurfen nach Hookipa. Die Wellen waren klein und es war schön windig.

Ich habe mein 4.7er aufgebaut um ein bisschen mehr Druck zu haben und nicht gleich am ersten Tag auf die Felsen zu gehen. Draußen angekommen war mein Segel aber viel zu groß und ich musste sofort wieder rein fahren um mein 3.7er zu nehmen. Selbst das war noch ein bisschen zu groß. Am nächsten Tag ging es wieder nach Hookipa. Jetzt waren die Wellen aber ein bisschen größer (masthoch) und der Wind ein bisschen weniger.

Diesmal dann mit meinem 4.7.

Ich habe mich aber nicht wirklich getraut, kritische Manöver zu machen, denn wenn du zur falschen Zeit am falschen Ort bist und rein fällst, ziemlich schnell auf die Felsen kommst. In Hookipa kann man sehr gute Bilder bekommen aber um wirklich besser zu werden, ist es besser hinter dem Haus in Sprecks windsurfen zu gehen. Da prügeln sich dann nicht 30 Windsurfer um die Wellen. Vor ein paar Wochen hatten wir ziemlich große Wellen und auch ganz ordentlich Wind. Als Jeff dann sein Material doppelt und dreifach abgecheckt hat, wusste ich, dass die Wellen nicht nur groß, sondern riesig sind und alles perfekt abgesichert sein muss. Er hat mir dann alles genau erklärt wie das da draußen heute abläuft. Wir waren die einzigen Windsurfer. Nur noch ein paar der besten Kiter die gerade ein Fotoshooting dort draußen hatten waren dort. Diese Kiter könnten uns aber besser retten als jedes Jetski. Um in den Channel zu gelangen, mussten wir aber erstmal durch einige ziemlich große Wellen durch. Jeff kennt den Spot so gut und so kamen wir dann eigentlich ziemlich gut raus. Im Channel angekommen sah ich dann die Wellenberge. Es war schon ein bisschen unheimlich, solche doppelt masthohen Wellen abzureiten. Mit jeder Welle haben wir uns näher an den Peak getraut. Jeff war immer ein bisschen näher dran als ich. Bei unserer letzten Wellen waren wir zu nah am Peak und die Welle ist hinter uns gebrochen. Das war so unheimlich. Wir wären fast reingefallen.

Als wir an Land waren, war ich immer noch voll mit Adrenalin und wollte Jake gerade schreiben, wo er denn war und das er echt was verpasst habe. Doch dann habe ich ein Bild von ihm gesehen wie er gerade zum ersten Mal Jaws windsurft.

  
In den letzten Wochen bin ich jeden Tag immer mindesten 3 Stunden mit Jake am windsurfen. Ich hatte einige meiner besten Sessions in meinem Leben und lerne sehr viel.

Ich werden nun wieder ein wenig aktiver auf meinem Blog posten.

Aloha Henri

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